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Kanalarbeiten in der Konrad-Adenauer-Straße

20.08.2026

Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln saniert Schmutzwasser- und Regenwasserkanal – betrifft Abschnitt zwischen Kinocenter und Wohnstore Lamprecht – Start am 24. August

Rinteln. Am 24. August beginnt der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln mit Kanalsanierungsarbeiten in der Konrad-Adenauer-Straße. Die Bauarbeiten betreffen zwei Abschnitte von jeweils 50 Metern zwischen dem Kinocenter und dem Wohnstore Lamprecht. Mithilfe moderner Verfahren werden Teile des Schmutzwasserkanals und des Regenwasserkanals erneuert. „Diese Maßnahmen sind erforderlich, um die in die Jahre gekommenen Rohre zu erneuern. So gewährleisten wir die Abwasserbeseitigung für die nächsten Jahrzehnte“, erläutert Grit Seemann, Leiterin des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln. Die Arbeiten finden im Bereich des Bürgersteigs statt, der deshalb jeweils im Bereich der Schächte gesperrt werden muss. Der Verkehr kann uneingeschränkt fließen. Für Fußgänger gibt es die Möglichkeit, über Ampeln auf den gegenüberliegenden Bürgersteig auszuweichen, die Umgehung ist ausgeschildert. In die Maßnahme investiert der Abwasserbetrieb rund 200.000 Euro. Die Arbeiten dauern eine Woche und sind Ende August abgeschlossen.

Dank moderner Verfahren wird offene Bauweise vermieden 
Die Arbeiten am Schmutzwasserkanal erfolgen per Schlauchliner-Verfahren. Bei dieser innovativen Arbeitsweise nutzt das Team des mit der Ausführung beauftragten Dienstleisters Dommel GmbH aus Hamm die Kanalschächte, um einen flexiblen, mit Kunstharz getränkten Schlauch einzuführen. Er wird in das alte Rohr geleitet und bis zum jeweils nächsten Schacht gezogen. Der Schlauch härtet aus und bildet dann ein neues Rohr innerhalb des alten. Auf diese Weise muss kein Graben gelegt werden –das Verfahren ist darüber hinaus auch günstiger. Das vorhandene alte Rohr in der Konrad-Adenauer-Straße ist aus Steinzeug und liegt in mehr als 3 Metern Tiefe. Insgesamt müssen die Arbeiter mit dem Schlauchliner eine Strecke von rund 46 Metern überbrücken.

Beim Regenwasserkanal kommt das so genannte TIP (Tight in Pipe)-Verfahren zum Einsatz. Wie beim Schlauchliner-Verfahren ist ein Graben nicht nötig. Jedoch werden hier vorgefertigte Kunststoffrohre über die Schächte eingeführt. Bevor das passiert, formt eine vorgefertigte Aufweithülse Verformungen und Versätze im Altrohr zurück und stellt den kreisrunden Rohrzustand wieder her. Als letzten Schritt der Sanierung des Regenwasserkanals werden so genannte Hutprofile eingesetzt. Das sind passgenaue Formteile, die die Anschlussstellen dauerhaft abdichten und dafür sorgen, dass der sanierte Kanal auch an diesen sensiblen Übergängen dicht bleibt.